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Die bekannte Gleichung " Q = C * U aus der Elektrizitätslehre ist nicht mehr allgemein gültig !

 

Diese Formel beschreibt den Zusammenhang der elektrischen Ladung " Q " und der elektrischen Spannung " U " bei einem Kondensator mit der Kapazität " C ". Da die Kapazität eines Kondensators ( im Regelfall ) konstant ist, gibt es somit eine direkte, lineare Abhängigkeit der Spannung und der Ladung bei einem Kondensator. Die Aussage lautet : " Je mehr elektrische Ladung auf einen Kondensator gebracht wird, desto höher ist die Spannung " Weiterhin erkennt man leicht, dass auch die folgende Aussage richtig ist : " Hält man die Ladung " Q " auf einem Kondensator konstant ( z.B. dadurch, dass man nach dem Aufladen die Batterie abklemmt ), dann ist auch das Produkt " C * U " eine Konstante ( wegen dem " = " ) ". Den Beweis hierfür kann man sehr schön durch das sogenannte " Umladen " von Kondensatoren erbringen.

So lädt man zunächst einen oder mehrere parallel geschaltete Kondensatoren auf. Die Aufladung ist beendet, wenn der Kondensator die gleiche Spannung hat wie die Batterie.

 

Wir arbeiten m it einer Batterie die 12,26 V liefert

 

 

Dann schaltet man ungeladene Kondensatoren gleicher Kapazität diesen geladenen Kodensatoren parallel und sorgt anschließend für einen Ladungsausgleich. Dieser Ladungsausgleich kann dabei im Kurzschluß geschehen,

 

zweite Gruppe kurzgeschlossen zur Entleerung

 

 

beide Gruppen verbunden - es stellt sich ein Ausgleich ein

 

über einen Widerstand

 

 

oder auch über eine Spule.

 

Das Ergebnis ist immer gleich : Da beim Ladungsausgleich keine Batterie mehr anliegt, muß wegen " Q = const. " auch " C * U = const. " sein. Und genau dies zeigen die Messwerte. Vor dem Ladungsausgleich hatte der geladenen Kondensator ca. 12 Volt bei der Kapazität " C ". Nachdem ein gleich großer, leerer Kondensator diesem geladenen Kondensator parallel geschaltet wurde, hat sich die gesamte Kapazität der Schaltung auf " 2 * C " erhöht, weshalb sich die Spannung halbieren mußte auf ca. 6 Volt, wie die folgende Rechnung zeigt : " 2 * C * 1/2 * U = C * U " - was zu beweisen war.

 

Hierbei ist es völlig unerheblich, ob sich ein größerer Widerstand R - hier 100 Ohm - im Schaltkreis befindet oder gar eine Spule mit L und R. Dies deshalb, weil die Parameter " R " und " L " nicht in der Formel " Q = C * U " vorkommen.

 

Anmerkung : Ein Analogon hierzu ist z.B. das Verbinden eines vollen Wasserfasses mit einem leeren Wasserfass gleicher Größe. Der Wasserspiegel des vorher vollen Fasses fällt nach der Verbindung auf die Hälfte, während der Wasserstand des vorher leeren Fasses auf halbe Fasshöhe steigt.

 

 

Ein völlig anderes Ergebnis erhält man aus diesem letzten Schaltkreis mit der Spule jedoch, wenn dieser Umladevorgang nicht kontinuierlich abläuft, sondern gepulst wird. Zu diesem Zweck wird ein Relais in den Schaltkreis eingebaut. Über dieses Relais wird die Spule beim Umladevorgang aus dem geladenen Kondensator immer nur kurzzeitig bestromt und dann in den zu Beginn noch leeren Kondensator entstromt.

 

 

Erstaunlicherweise zeigt der ehemals leere Kondensator jetzt bereits eine Spannung von ca. 6 Volt, wenn die Spannung im vormals auf ca. 12 Volt aufgeladenen Kondensator erst auf ca. 10 Volt abgesunken ist. Addiert man beide Spannungen, so stellt man fest, dass jetzt mehr Spannung in den Kondensatoren ist als zu Beginn des Umladens ! Dies darf aber laut der Formel " Q = C * U " nicht sein, weil keine weitere Ladung in die Kondensatoren geflossen sein kann wegen der abgeklemmten Batterie !

 

 

Selbst, wenn man die Geometrie der Spulenanordnung verändert, oder sogar einen Holzkern in die Spulen schiebt,

 

 

die Ergebnisse sind fast immer identisch ! Wer genau hinschaut, der kann erkennen, dass beim Versuch mit dem Holzkern sogar eine vergleichsweise höhere Gesammtspannung in den Kondensatoren ist als bei den Versuchen ohne Holzkern !
Wir konnten jedoch durch eine sehr lange Spule und einen Kern aus Hartholz, der die Spule gut ausfüllte, bis zu 10 % mehr Energie einkoppeln als ohne Holzkern.

 

Hiermit steht fest : Die Gleichung " Q = C * U " gilt nur für kontinuierlich fließende Ströme - und ist somit nicht mehr allgemein gültig !

 

 

Diese Feststellung ist deshalb so bedeutsam, weil - anders als in unserer heutigen Technik - in der Natur fast alle Bewegungen gepulst sind. Man denke z.B. nur an den Blutkreislauf - dort kennt man den Puls explizit !

Die Erklärung für dieses richtungsweisende Experiment, was ja auch bedeutet, dass bei einer gepulsten Umladung nachher wesentlich mehr Energie in den Kondensatoren ist als bei einer " normalen " Umladung im Sinne der heutigen Physik, liefert das " Lexikon " unserer AKADEMIE.

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